Zum Hauptinhalt springen
Mobilnetzwerk Hannover - Zukunftsstrasse - Brueder-Grimm-Schule 250923 WEB 17

Mobilitätswende gemeinsam gestalten

Ein gemeinsamer Raum für Austausch, Wissen und Praxis.
Menschen, Möglichkeiten und Erfahrungen vernetzen sich, damit aus guten Ideen konkrete Bewegung wird – für eine nachhaltige Mobilität in der Region Hannover.

Einloggen

Vollen Zugang zum Netzwerk und Fachwissen

Projekte

Fahrradoffensive: Das Fahrrad für mehr Menschen zugänglich machen

Die Region Hannover bringt bewährte Ansätze zur Förderung sozial gerechter Fahrradmobilität in die Praxis. Mit Kursen, Reparaturangeboten und starken lokalen Partnerschaften soll das Fahrrad insbesondere für Menschen zugänglicher werden, die bislang nur eingeschränkte Mobilitätsmöglichkeiten haben.

Mobilität ermöglicht Teilhabe: Sie verbindet Menschen mit Arbeitsplätzen, Bildungsangeboten, sozialen Kontakten und dem gesellschaftlichen Leben. Wer nur eingeschränkt mobil ist, kann viele dieser Möglichkeiten jedoch nicht oder nur schwer erreichen.

Genau hier setzt die neue Fahrradoffensive der Region Hannover an. Sie ist im Mai 2026 als Teil des Projekts MIMS – Multimodales innovatives Mobilitätssystem gestartet. Ihr Ziel ist es, das Fahrrad für alle Bevölkerungsgruppen als praktisches, selbstbestimmtes und kostengünstiges Verkehrsmittel zugänglich zu machen.

Erkenntnisse aus der Forschung werden praktisch umgesetzt

Die Fahrradoffensive baut auf den Ergebnissen des Forschungsprojekts Social2Mobility auf. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt untersuchte, welche Mobilitätshürden armutsgefährdete Menschen im Alltag erleben und wie diese abgebaut werden können.

Denn Mobilitätsarmut hat unterschiedliche Ursachen: Mancherorts fehlt eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Gleichzeitig reichen die finanziellen Mittel häufig nicht für einen eigenen Pkw aus. Kostengünstigere Alternativen wie das Fahrrad werden dagegen nicht immer als realistische Möglichkeit wahrgenommen – etwa weil ein geeignetes Fahrrad, Fahrpraxis oder Wissen über Wartung und Reparatur fehlen.

Social2Mobility hat dafür konkrete Lösungsansätze und einen Handlungsleitfaden entwickelt. Mit der Fahrradoffensive werden diese Erkenntnisse nun in der Region Hannover erprobt und in konkrete Angebote übersetzt.

Angebote dort schaffen, wo die Menschen leben

In drei Leuchtturmkommunen entstehen in den kommenden Jahren unterschiedliche Angebote, darunter:

  • Fahrrad- und Fahrlernkurse,
  • Reparaturworkshops,
  • Selbsthilfeangebote rund um das Fahrrad,
  • niedrigschwellige Aktionen im Quartier.

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, werden die Angebote unmittelbar in ihren Alltag integriert. Eine Reparaturwerkstatt kann beispielsweise mit einem Nachbarschaftsfest verbunden oder ein Fahrradkurs gemeinsam mit einer Schule, einem Familienzentrum oder einem Quartierstreff angeboten werden.

Lokale Einrichtungen übernehmen dabei eine wichtige Brückenfunktion. Als sogenannte lokale Anker bringen sie die Menschen vor Ort mit erfahrenen Anbieterinnen und Anbietern zusammen. Dazu zählen unter anderem der ADFC, die Verkehrswacht, die Radfahrschule Hannover und der Turn-Klubb zu Hannover.

Gemeinsam lernen und Angebote weiterentwickeln

Bis Mitte 2029 werden unterschiedliche Bausteine und Formate erprobt, ausgewertet und kontinuierlich verbessert. So entsteht Schritt für Schritt ein praxiserprobtes Angebot, das sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen und Quartiere orientiert.

Das Umweltzentrum Hannover koordiniert die Fahrradoffensive und die Zusammenarbeit zwischen der Region Hannover, den beteiligten Kommunen, den lokalen Einrichtungen und den verschiedenen Anbieterinnen und Anbietern.

Soziale und infrastrukturelle Maßnahmen zusammendenken

Die Fahrradoffensive ist eingebettet in das Projekt MIMS. Die Koordinationskosten in Höhe von rund 120.000 Euro werden zu 90 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Ergänzend zu den sozialen Angeboten wird auch die Fahrradinfrastruktur weiterentwickelt – beispielsweise durch bessere Radwege und eine verbesserte Beleuchtung. So greifen verschiedene Maßnahmen ineinander: Gute Infrastruktur schafft sichere Voraussetzungen, während Kurse, Werkstätten und persönliche Begleitung den konkreten Zugang zum Fahrrad erleichtern.

Auf diese Weise kann eine Fahrradmobilitätskultur entstehen, die mehr Menschen erreicht und ihnen neue Möglichkeiten für eine selbstbestimmte Mobilität eröffnet.

Fahrradoffensive vor Ort mitgestalten

Du möchtest einen Baustein der Fahrradoffensive in deiner Einrichtung, deinem Quartier, deinem Ort oder deiner Kommune anbieten?

Dann komm mit uns ins Gespräch. Gemeinsam schauen wir, welche Angebote zu den Menschen und Strukturen vor Ort passen.

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um Kommentare zu sehen und hinzuzufügen.