Die supergeheime Bannzone

Der Schulweg als Erlebnis

Ein Spiel vermittelt Kindern den Spaß an selbstständiger Mobilität - und erklärt das Elterntaxi für überflüssig.

In der niedersächsischen Gemeinde Oyten (Kreis Verden) ist ein Experiment gegen Elterntaxis erfolgreich zuende gegangen: Die temporäre Sperrung zu Stoßzeiten einer Straße, an der eine Kita, eine IGS und eine Grundschule liegen. So sollte die Situation der Elterntaxis entschäft werden und die SchülerInnen und Kita-Kinder zu Fuß oder mit dem Rad sicher ankommen. Mehr Infos zum Projekt in Oyten.

Bundesweit sind Elterntaxis ein Thema, dem häufig durch temporäre Straßensperrungen entgegengewirkt wird. Doch häufig, sowie auch in Oyten, verlagert sich das Verkehrschaos an einen Punkt vor der Sperrung, da das Umdenken im Kopf hin zu einer eigenständigen Mobilität der Kinder nicht befördert wird.

Was wäre, wenn die Kinder von sich aus gern zu Fuß gehen wollen würden?

Hast du schon mal von der supergeheimen Bannzone gehört? Wahrscheinlich nicht, denn sie ist ja supergeheim ... Ein Spiel vermittelt Kindern den Spaß an selbstständiger Mobilität - und erklärt das Elterntaxi für überflüssig.

Aufgabe

Eine pädagogische Maßnahme im Auftrag der Verkehrswachtstiftung Niedersachsen, um die selbstständige Mobilität von Kindern zu fördern und die unsichere Situation durch an- und abfahrende Elterntaxis vor der Schule zu verbessern.

Idee und Wirkung

Die Entwickler entwerfen ein Spiel mit Methoden des Storytellings und Gamethinkings. Im Fokus stehen Bewegung, Selbständigkeit, soziales und nachhaltiges Verhalten der Kinder: „Die supergeheime Bannzone“ ist ein gemeinschaftsförderndes Spiel für die Grundschule, verbunden mit einer Hol- und Bringzone im Umkreis von 200 Metern um die Schule. Das Spiel aktiviert die Freude der Kinder an eigenständiger Mobilität.

Der Prototyp wurde im Test mit Kindern konzipiert und anschließend in eine zweite Testphase mit 65 niedersächsischen Schulklassen gebracht, mit der freundlichen Unterstützung des Niedersächsischen Kultusministeriums.

In einer Intensivphase zu Beginn des Schuljahrs erfahren die Kinder drei Wochen täglich neue Geschichten um die Wesen aus der Bannzone. Als Klasse sammeln, rätseln, entdecken und erleben sie zusammen und tauchen in die geheime Welt ein. Der gemeinschaftliche Auftrag der Kinder: Den Wesen aus der Bannzone zu helfen und das Energielevel, das durch den Autoverkehr vor der Schule leider ziemlich im Keller ist, wieder in den supertollen Bereich zu bringen… Damit das gelingt, kann jedes Kind etwas beitragen. So wird der Schulweg mit kleinen Aufgaben und Rätseln zum Erlebnis. Die Geschichte um die Wesen aus der Bannzone wird nach der Intensivphase durch einzelne Aktionen über das weitere Schuljahr lebendig gehalten, um die Motivation der Kinder zu verstetigen.

Das Spiel wird als Set geliefert, mit Anleitungen für die Lehrer*innen. Die Umsetzung ist für die Schule ohne großen zeitlichen Aufwand in den Unterrichtsplan integrierbar. Die Materialien sind nach sehr kurzer Vorbereitung durch die Lehrerin oder den Lehrer einsetzbar. Das Spiel soll eine aktive Unterstützung für Schulen sein, um dem Problem der Elterntaxis zu begegnen und Kinder spielerisch und mit Spaß für das Thema zu gewinnen.

Das Spielset besteht aus

Plakat „Die supergeheime Bannzone“

  • 150 Figurenkarten zum Sammeln und Tauschen
  • Heft mit Geschichten, Aufgaben und Rätseln
  • Anleitung und Kommunikationsmaterial (Elternbrief) für die LehrerInnen
  • Wandsticker für den Klassenraum
  • Bannometer für das Energielevel
  • Sprühkreide
  • Schablone als Markierungen für Hol- und Bringzone

Aktuell befindet sich das Spiel in der zweiten Erprobungsphase, daher ist es derzeit nicht käuflich erwerbbar. Bei Fragen melden Sie sich gern bei den folgenden Kontakten.

Ein Auftrag des Kultusministeriums, Ansprechpartnerin Marina De Greef und der Verkehrswachtstiftung, Ansprechpartnerin Roswitha Bothe.
Gedacht und umgesetzt von der Identitätsstiftung GmbH, Ansprechpartnerin Marie-Christine Drunat.

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