Der Pool auf der Kreuzung

Wien und die Stadtexperimente

In Wien hat die Stadt ein mutiges Experiment gestartet. Eine große, siebenspurige Kreuzung wurde zum Urlaubsziel umgestaltet, 22 weitere Straßen sind nun "cool".

Sie, als Mobilnetzwerkprofis kennen unsere Stadtexperimente. Wir testen im Reallabor, wie Antworten auf diese wichtige Frage aussehen könnten:

Wie schaffen wir in der Zukunft verkehrssichere, nachhaltige und lebenswerte urbane Räume, die unsere Lebensqualität verbessern?

Wir schließen uns mit dem Format weiteren mutigen Projekten an, die Versuche im Bereich Verkehr und Stadtraumgestaltung auf die Straßen zu bringen.
Eines dieser Projekte wollen wir an dieser Stelle vorstellen.

Stadtraumprojekte in Wien

Die Stadt Wien hat in diesem Sommer Mut und Geld in die Hand genommen, um zwischen dem 7. und 15. Bezirk temporär mehr Lebensqualität zu schaffen.

  • Auf einer großen, siebenspurigen Kreuzung wurde ein Pop-up-Pool aufgebaut
  • Drumherum: eine grüne Oase mit Rasen, vielen Pfanzen, Liegestühlen und einem Kiosk
  • Im angrenzenden Park gab es Unterhaltungsprogramm für Kinder und Erwachsene auf einer kleinen Bühne
  • 22 Straßen wurden "cool", indem der KfZ-Verkehr gegen Nebelduschen, Liegestühle und Grünpfanzen getauscht wurde

Durch diese Angebote werden drei wichtige Themen auf die Straße geholt:

  • Maßnahmen gegen die Versiegelung der Städte und entsprechende Bebauung, die die Städte aufheizen lassen
  • Stadtraum: Wie entsteht Aufenthalts- und Lebensqualität?
  • Wie wird innerstädtische Mobilität allen gerecht?

Eine Veränderung im Alltag bekommt Gegenwind, denn nicht jede*r testet gern neue Konzepte. Wieso sollte man auch?

Worum es bei Experimenten dieser Art geht

Es geht nicht um die Frage, ob der Pop-Up-Pool mit 150.000 € zu teuer war und solche temporären Maßnahmen Unfug seien, es geht nicht darum Autofahrer*innen zu ärgern oder darum, wem die Stadt gehört.

Die Zeit, in der die Innerstädtische Mobilität den KfZ-Verkehr priorisierte, wird langsam überholt und von weiterentwickelten, integrierten Konzepten abgelöst werden.

Die Zeit alter Routinen in der Stadtplanung und -gestaltung wird durch innovative, gesündere, nachhaltigere Ideen für Mensch und Umwelt renoviert.

Die Zeit, in der nur wenige sich um Umwelt- und Klimaschutz kümmerten ist längst vorbei.

Und die Zeit, in der wir stagnierende Unfallzahlen auf hohem Niveau akzeptieren, hätte es nie geben dürfen.

Es geht darum, wie wir eine Zukunft gestalten, die heterogene Bedürfnisse und Ressourcen berücksichtigt.

Wir freuen uns, mit den Stadtexperimenten diesen Weg in der Region Hannover mitzugestalten. Haben Sie auch Lust, einen Versuch zu wagen? Sprechen Sie uns an!

Hier geht's zum Beitrag "Pop-up-Pool auf der Kreuzung" auf tagesschau.de

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