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Titelbild des Projektes "Nahmobilität", mit verschiedenen Mobilitätsangeboten, wie Auto, Fußgänger*innen, Zug und Fahrrad

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Nahmobilität stärken

Kostenlose Nahmobilitätskonzepte für Kommunen in der Region Hannover

Beteiligungsprozess in Letter zum Thema Zukunftsstrasse

Viele Quartiere in der Region Hannover sind noch immer stark auf den Autoverkehr ausgerichtet. Das Mobilnetzwerk unterstützt Kommunen dabei, Fuß- und Radverkehr systematisch zu stärken – mit kostenlosen Nahmobilitätskonzepten, konkreten Maßnahmen und Beteiligung der Menschen vor Ort.

Warum Nahmobilität heute neu gedacht werden muss

Viele Wohnquartiere in der Region Hannover wurden zu einer Zeit geplant, in der dem Fuß- und Radverkehr nur eine untergeordnete Rolle zukam – insbesondere vor den 1980er-Jahren. Die Priorisierung des motorisierten Individualverkehrs prägte Straßennetze, Verkehrsflächen und Planungslogiken nachhaltig.

Typisch sind bis heute

  • rasterförmige Straßennetze mit starkem Durchgangsverkehr
  • breite, geradlinige Fahrbahnen
  • fehlende Verschwenkungen und Aufenthaltsqualität
  • geringe Berücksichtigung von Barrierefreiheit und Sicherheit

Planerische und rechtliche Vorgaben für eine nahmobilitätsfreundliche Gestaltung fehlten lange – die Folgen sind vielerorts noch spürbar.

Die Förderung der Nahmobilität ist ein zentraler Baustein des Verkehrsentwicklungsplans 2035+ der Region Hannover. Ziel ist es, kurze Wege sicher, attraktiv und barrierefrei zu gestalten – für alle Menschen, unabhängig von Alter oder Mobilitätsform.

Nahmobilitätskonzepte sind ein kostenloses Angebot des Mobilnetzwerks für die Kommunen der Region Hannover.

Das Mobilnetzwerk begleitet Kommunen dabei, ihre lokalen Herausforderungen zu analysieren, Potenziale sichtbar zu machen und konkrete Lösungen umzusetzen.

Ziele der Nahmobilitätsförderung

Ein Nahmobilitätskonzept verfolgt mehrere, miteinander verknüpfte Ziele:


  • Entwicklung individueller, ortsspezifischer Handlungsansätze
  • Bewertung der Stärken und Schwächen der bestehenden Infrastruktur
  • Aufzeigen konkreter Maßnahmen zur Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs
  • Stärkung der Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit
  • Beteiligung der Bevölkerung und lokaler Akteur*innen



So entsteht eine fundierte Grundlage für politische Entscheidungen, Förderanträge und die schrittweise Umsetzung vor Ort.

Was ein Nahmobilitätskonzept umfassen kann

Ein Nahmobilitätskonzept ist modular aufgebaut und wird auf die jeweilige Kommune zugeschnitten. Mögliche Inhalte sind unter anderem:


  • Maßnahmen zur Stärkung des Fußverkehrs
  • Maßnahmen zur Stärkung des Radverkehrs
  • Erhöhung der Verkehrssicherheit (z. B. Schulwege, Querungen, Knotenpunkte)
  • Verbesserung der Barrierefreiheit
  • Verkehrsberuhigung und neue Aufenthaltsqualitäten
  • Parkraummanagement im Quartier
  • Flexible Mobilitätsangebote und Verknüpfungspunkte
  • Wegeverbindungen, z. B. vom Bahnhof ins Ortszentrum


Der Fokus liegt dabei immer auf praktikablen, umsetzungsorientierten Lösungen.

Vorteile auf einen Blick

Analyse & Orientierung

Ein Nahmobilitätskonzept schafft erstmals einen gemeinsamen, fundierten Blick auf die Situation vor Ort. Bestehende Wege, Barrieren, Gefahrenstellen und Nutzungskonflikte werden systematisch erfasst und bewertet. So entsteht eine belastbare Grundlage, um Prioritäten zu setzen, politische Entscheidungen vorzubereiten und Maßnahmen nachvollziehbar zu begründen – intern wie gegenüber Öffentlichkeit und Fördermittelgebern.

Konkrete Maßnahmen

Statt allgemeiner Leitbilder liefert das Konzept konkrete, umsetzbare Vorschläge. Dazu gehören bauliche, organisatorische und verhaltensorientierte Maßnahmen, die sich direkt an den lokalen Gegebenheiten orientieren. Kommunen erhalten damit eine realistische Handlungsagenda, die sowohl kurzfristige Verbesserungen als auch langfristige Entwicklungsperspektiven aufzeigt.

Mehr Sicherheit & Aufenthaltsqualität

Die Stärkung von Fuß- und Radverkehr wirkt weit über den Verkehr hinaus. Verkehrsberuhigte Straßen, sichere Querungen und klar geführte Wege erhöhen nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern verbessern auch das Wohnumfeld. Straßen werden wieder als öffentliche Räume wahrgenommen – mit mehr Aufenthaltsqualität, sozialer Interaktion und Identifikation mit dem Quartier.

Barrierefreiheit konsequent mitdenken

Nahmobilität bedeutet Mobilität für alle. Im Rahmen des Konzepts werden Barrieren sichtbar gemacht, die im Alltag oft übersehen werden – etwa für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Kinder, ältere Personen oder Eltern mit Kinderwagen. Ziel ist es, Wege, Übergänge und Haltestellen so zu gestalten, dass sie sicher, verständlich und komfortabel nutzbar sind.

Beteiligung schafft Akzeptanz

Die Einbindung der Bevölkerung ist ein zentraler Bestandteil der Nahmobilitätsförderung. Bürgerinnen, lokale Initiativen und weitere Akteurinnen bringen ihre Perspektiven, Erfahrungen und Bedarfe ein. Das stärkt nicht nur die Qualität der Ergebnisse, sondern erhöht auch die Akzeptanz und Identifikation mit den Maßnahmen – eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Umsetzung.

Unterstützung bei der Umsetzung

Das Mobilnetzwerk begleitet Kommunen nicht nur bei der Konzepterstellung, sondern unterstützt auch den Übergang in die Umsetzung. Neben fachlicher Beratung wird den teilnehmenden Regionskommunen eine finanzielle Unterstützung bei der Maßnahmenumsetzung in Aussicht gestellt. So wird aus Planung konkrete Veränderung im Alltag der Menschen.

Umsetzung unterstützen – auch finanziell

Maßnahmenumsetzung durch das Mobilnetzwerk in Aussicht gestellt. Damit wird der Schritt vom Konzept zur realen Veränderung gezielt erleichtert.

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