Wir denken im Dreiklang Mensch, Raum und Technik. Die vielen bestehenden Projekte, die sich bereits für mehr Verkehrssicherheit engagieren, werden mit neuen Akteurinnen und Akteuren aus den Bereichen Kultur, Soziales, Wissenschaft und Wirtschaft zusammengebracht. Um in interdisziplinären Teams ungewohnte Ansätze zu entwickeln.

Handlungsfelder

Aus der Verkehrsunfallanalyse lassen sich Handlungsfelder ableiten, die besonders relevant sind, um eine Verbesserung der Verkehrssicherheit für die Region Hannover zu erreichen. An diesen Stellen werden wir mit ansetzen, um eine größtmögliche Wirkung mit unseren Maßnahmen erreichen zu können.

Kreuzungen innerorts

Fahren Geister in die falsche Richtung?*

Das Handlungsfeld umfasst innerstädtische Kreuzungssituationen, bei denen Unfälle häufig aufgrund von Vorfahrtsmissachtungen passieren. Zu Fuß Gehende und Radfahrende sind in den meisten Fällen im Seitenraum unterwegs und werden von abbiegenden bzw. kreuzenden Kfz erfasst.

*Pro Jahr gibt es in der Region Hannover ungefähr 400 Unfälle auf Radwegen, bei denen Radfahrende legal oder illegal in Geisterrichtung unterwegs waren.

Streckenunfälle außerorts

Fallen Bäume um, wenn man nicht hinsieht?*

Zu diesem Handlungsfeld gehören beispielsweise die Baumunfälle entlang von Alleestraßen in der Region, aber auch Auffahrunfälle an Kreuzungen oder am Stauende. Die hier betrachteten Unfallsituationen sind oft Alleinunfälle, also ohne Beteiligung weiterer Verkehrsteilnehmender.

*Ja. Pro Jahr gibt es in der Region Hannover mehr als 200 Verunglückte durch den Anprall gegen einen Baum.

ÖPNV-Unfälle

Wie viele Unfälle sind ein Tag?*

Unfälle, die im Umfeld des öffentlichen Nahverkehrs passieren machen zwar nur einen geringen Anteil an allen Unfällen mit Personenschaden aus, sie sind jedoch aufgrund der sehr schweren Unfallfolgen ein relevantes Handlungsfeld. Das Handlungsfeld thematisiert insbesondere die Problematik des falschen Verhaltens beim Überschreiten der Gleiskörper.

*Fast jeden Tag kommt es in der Region Hannover zu einem Verkehrsunfall mit Beteiligung von Straßenbahn, Eisenbahn oder Bus. Ungefähr die Hälfte hat einen schweren Personenschaden zur Folge.

Verhalten

Ist Kontrolle alles?*

In diesem Handlungsfeld nehmen wir Fehlverhalten in den Fokus, wie das Fahren unter Alkoholeinfluss oder mit erhöhter, nicht angepasster Geschwindigkeit, ebenso das richtige Ansprechen der Öffentlichkeit oder bestimmter Zielgruppen, um eine möglichst breite Bewusstseinsschärfung zu erreichen. Hier sollen explizit neue kreative Ideen und Handlungsansätze erarbeitet werden.

*Trotz Kontrollen gibt es mehr als 30 Verkehrsunfälle je 1000 Einwohner*innen der Region Hannover.

Modellprojekte

In den Modellprojekten entwickeln und erproben wir gemeinsam mit dem Mobilnetzwerk innovative Konzepte für eine umweltverträgliche, nachhaltige und sichere Mobilität.

Modellprojekt: Die Ideale Kreuzung

Wir entwickeln ein konkretes Konzept für eine ideale Kreuzung, mit dem Fokus auf Verkehrssicherheit und die Stärkung von zu Fuß Gehenden und Radfahrenden im Straßenraum.

Modellprojekt: Kinder

Wir entwickeln ein Beteiligungsformat für Kinder als besondere Gruppe der Verkehrsteilnehmenden.

Modellprojekt: Datenverknüpfung

Wir bringen Akteure und Akteurinnen, die über Daten verfügen, an einen Tisch, mit dem Ziel, verschiedene Quellen und Plattformen zu verknüpfen und die Daten neu zu nutzen.

Modellprojekt: Perspektivwechsel

Wir entwickeln Konzepte für Kommunikationsmaßnahmen im öffentlichen Raum, die zum Perspektivwechsel einladen.